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Diabetes & Psychologie e.V.
Arbeitsgemeinschaft Psychologie
und Verhaltensmedizin in der DDG

Weiterbildung zum(r)
"Fachpsychologen/in Diabetes (DDG)"

Auf der letzten Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft "Psychologie und Verhaltenmedizin" wurde beschlossen, die Ausbildung zum "Fachpsychologen/in Diabetes (DDG)" auch für niedergelassene Kollegen zu öffnen. Die entsprechende Änderung der Weiterbildungsordnung wurde vom Vorstand am 23.6.2003 genehmigt und tritt damit in Kraft.

Als neue Sprecherin des Ausschusses "Fachpsychologe/in Diabetes (DDG)" wurde auf der Mitgliederversammlung in Bochum Frau PD Dr. rer. nat. Dipl.-Psych. Karin Lange gewählt. Bitte richten Sie künftig alle Anfragen in Zusammenhang mit der Weiterbildung zur/m Fachpsychologin/en Diabetes DDG an:

Dr. rer. nat. Dipl.-Psych. Karin Lange
Ausschuss "Fachpsychologe/in Diabetes (DDG)"
Medizinische Hochschule,
Abt. Med. Psychologie OE 5430
30625 Hannover
Fax: 0511 / 532-4214
E-Mail:

Als neue Mitglieder des Ausschusses "Fachpsychologe Diabetes DDG" wurde Frau Dipl. Psych. Petra Busse-Widmann (München), als Vertreter der niedergelassene Kollegen Herr Dr. Hans-Ullrich Dombrowski (Lippstadt) gewählt.

Dipl. Psych. B. Kulzer, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft

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Weiterbildungsordnung zum(r)
"Fachpsychologen/in Diabetes (DDG)"

1. Präambel

Die Arbeitsgemeinschaft "Psychologie und Verhaltensmedizin" der Deutschen Diabetes-Gesellschaft bietet eine Weiterbildung zum "Fachpsychologen/in Diabetes (DDG)" an. Ziel dieser Weiterbildung ist es, einen Beitrag zu einem qualifizierten psychologischen Behandlungsangebot für Menschen mit Diabetes zu leisten. Die Teilnehmer erwerben Kenntnisse und Fertigkeiten in diabetesspezifischen psychologischen Therapieangeboten und diabetologisches Fachwissen.

Die Tätigkeit eines/r "Fachpsychologen/in Diabetes (DDG)" in einer von der DDG aner-kannten Diabetes-Einrichtung umfasst die Entwicklung, Durchführung und Evaluation therapeutischer Maßnahmen zu Krankheitsakzeptanz und -bewältigung, Motivation, Techniken der Verhaltensänderung, Übergewichtsreduktion, Selbstkontrolle, Verringerung der Angst vor Folgeschäden, vor Unterzuckerungen oder dem Spritzen von Insulin usw. Neben diesen therapeutischen Aufgaben liegen die Schwerpunkte im Bereich der Forschung, Qualitätssicherung, Supervision, Fort- und Weiterbildung sowie der Methodik und Didaktik von Patientenschulungen.

Die Weiterbildung umfasst ein 80-stündiges strukturiertes Curriculum (Seminare, Falldo-kumentationen und Hospitationsberichte) und Hospitationen.

Die Mitgliedschaft in der Deutschen Diabetes-Gesellschaft ist für die Anerkennung als "Fachpsychologen/in Diabetes (DDG)" Voraussetzung.

"Fachpsychologen/innen Diabetes (DDG)" verpflichten sich zu einer kontinuierlichen Weiterbildung im Bereich Diabetes und Psychologie.

2. Zulassung zur Weiterbildung

Zulassungsberechtigt zur Weiterbildung sind:

2.1. Diplom-Psychologen/innen, die eine Stelle in einer Diabetes-Einrichtung (Diabetes-Fachklinik, Diabetes-Reha-Zentrum, Krankenhaus mit diabetologischer Abteilung, Kinderklinik, diabetologische Schwerpunktpraxis) innehaben (mindestens 50%) oder für eine solche Einrichtung auf Honorarbasis in diesem Zeitumfang durchschnittlich tätig sind. In der Einrichtung müssen in dem Kalenderjahr vor der Zulassung mindestens 100 Patienten mit Diabetes behandelt worden sein. Bei Einrichtungen, welche überwiegend Kinder und Jugendlichen mit Diabetes behandeln, reduziert sich diese Zahl auf 40 Patienten.

2.2. Diplom-Psychologen/innen, die innerhalb der letzten 8 Jahre 2 Jahre Vollzeit (4 Jahre mit mindestens 50% Stelle) an einer Diabeteseinrichtung (Diabetes-Fachklinik, Diabetes-Reha-Zentrum, Krankenhaus mit diabetologischer Abteilung, Kinderklinik, diabetologische Schwerpunktpraxis) tätig waren.

2.3. Diplom-Psychologen, die mindestens 5 Jahre klinische Tätigkeit als Diplom-Psychologen/innen nachweisen können und nicht die Bedingungen 2.1. und 2.2. erfüllen, können zur Weiterbildung zugelassen werden, wenn sie

  1. 2 zusätzliche Fallberichte und
  2. die zusätzliche qualifizierte Teilnahme an einem 16-stündigen Praxisseminar mit max. 8 Teilnehmern (Vorstellung und Diskussion der Fallberichte) sowie die zusätzliche qualifizierte Teilnahme an einem 16-stündigen Seminar zum Thema "Therapie des Diabetes mellitus und dessen Begleit-/und Folgeerkrankungen" nachweisen.

Für Diplom-Psychologen, die entsprechend 2.3. zur Weiterbildung zugelassen werden, reduziert sich die Gesamtdauer der Hospitationen auf 5 Tage.

Dem Antrag auf Zulassung zur Weiterbildung ist ein entsprechender Nachweis beizulegen. Der Antrag ist an den Ausschuss "Fachpsychologe/in (DDG)" zu stellen.

Die Kosten der Weiterbildung werden vom Ausschuss festgelegt.

3. Abschluss

Teilnehmer/innen, welche die Weiterbildung mit Erfolg abgeschlossen haben, erhalten von der Deutschen Diabetes-Gesellschaft - vertreten durch den Vorstand der DDG und den Sprecher der Arbeitsgemeinschaft "Psychologie und Verhaltensmedizin" der DDG - die Berechtigung, als Zusatz zu ihrer bisherigen Ausbildungsbezeichnung, die Bezeichnung "Fachpsychologe/in Diabetes (DDG)" zu verwenden. Der Titel "Fachpsychologe/in Diabetes (DDG)" ist eine nicht führungsfähige Bezeichnung.

4. Verfahren zur Anerkennung

Die Prüfungsbefugnis liegt beim Ausschuss "Fachpsychologe/in (DDG)". Dieser besteht aus sechs Mitgliedern und wird von der Arbeitsgemeinschaft "Psychologie und Verhaltensmedizin" der DDG für die Dauer von drei Jahren gewählt, wobei eines der Mitglieder dem Vorstand der Arbeitsgemeinschaft "Psychologie und Verhaltensmedizin" der DDG angehören muss. Der Ausschuss wählt einen Vorsitzenden. Bei Stimmengleichheit im Ausschuss entscheidet die Stimme des/der Vorsitzenden.

Der Ausschuss entwickelt für die Seminare Prüfungsstandards und bestimmt geeignete Seminarleiter ("Fachpsychologen/innen Diabetes (DDG)" für psychologische Ausbildungsinhalte, "Diabetologen/innen DDG" für medizinische Inhalte). Die Prüfungsabnahme für die einzelnen Seminare kann an die Seminarleiter delegiert werden.

Der Antragsteller hat zum Abschluss der Weiterbildung dem Ausschuss folgende Unterlagen zur Begutachtung vorzulegen:
  1. Bescheinigung der Hospitationen durch die Diabetes-Einrichtungen sowie durch eigene Hospitationsberichte
  2. Falldokumentationen
  3. Nachweis der Mitgliedschaft in der Deutschen Diabetes-Gesellschaft
  4. Nachweis der erfolgreichen Teilnahme an den Seminaren

Die mit Erfolg absolvierten Prüfungen der Seminarinhalte werden von den Seminarleitern an den Ausschuss direkt weitergeleitet.

Eine positive Beurteilung der Falldokumentationen erfordert mindestens eine 2/3-Mehrheit des Ausschusses.

Die Zertifizierung erfolgt nach positiver Beurteilung des Ausschusses "Fachpsychologe/in (DDG)" durch den Vorstand der DDG und den Sprecher der Arbeitsgemeinschaft. Die Zustimmung kann nur aus besonderem und schwerwiegendem Grund verweigert oder befristet zur Klärung von definierten Sachverhalten zurückgestellt werden (z.B. Unregelmäßigkeiten in den Antragsunterlagen). Ein Widerspruch gegen einen ablehnenden Bescheid ist möglich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

5. Bestandteile der Weiterbildung

5.1. Hospitation in Diabetes-Einrichtungen

5.1.1. Bedingungen:
  1. Hospitationen können nur in von der DDG anerkannten Einrichtungen (Diabetes-Fachkliniken, Diabetes-Reha-Zentren, Krankenhäuser mit diabetologischer Abteilung, Kinderkliniken, diabetologische Schwerpunktpraxen) absolviert werden, die mindestens eine 50%-Stelle eines "Fachpsychologen/in Diabetes (DDG)" vorhalten und in denen jährlich mindestens 100 Patienten mit Diabetes behandelt werden. Bei Einrichtungen, welche überwiegend Kinder und Jugendliche mit Diabetes behandeln, reduziert sich diese Zahl auf 40 Patienten.
  2. Der Gesamtumfang der Hospitationen umfasst 10 Tage.
  3. Für Diplom-Psychologen, die entsprechend 2.3. zur Weiterbildung zugelassen werden, reduziert sich die Gesamtdauer der Hospitationen auf 5 Tage.
  4. Die Hospitationszeit ist auf mindestens zwei Einrichtungen aufzuteilen; der einzelne Aufenthalt muss mindestens eine Arbeitswoche dauern.
  5. Hospitationseinrichtungen sind so zu wählen, dass sowohl Kenntnisse in der Behandlung und Schulung von Patienten mit Typ-1-Diabetes als auch von Patienten mit Typ-2-Diabetes gewonnen werden können.
  6. Arbeitet bereits ein/e "Fachpsychologe/in Diabetes (DDG)" in der eigenen Diabetes-Einrichtung, so verkürzt sich die Hospitationszeit auf eine Woche.
  7. Studienpraktika in einer Diabetes-Einrichtung werden mit maximal einer Woche Hospitation anerkannt, wenn sie nach dem Vordiplom geleistet wurden.

Ziel der Hospitationen ist es, das gesamte Behandlungskonzept der Einrichtung in Theorie und täglicher Praxis kennen zu lernen. Die Teilnahme und Mitwirkung an den psychologischen Tätigkeiten bildet dabei einen Schwerpunkt. Jede Hospitation ist in einem 2- bis 3-seitigen Bericht zu dokumentieren, der innerhalb der Weiterbildung mit 2 Stunden angerechnet wird. Zu beschreiben sind - nach einer einleitenden Vorstellung des Betreuungskonzepts - Art und Umfang der einzelnen psychologischen Tätigkeiten. Den Abschluss soll eine persönliche Beurteilung der in der Hospitation gewonnenen Einsichten und Erfahrungen bilden.

5.2. Seminarteilnahme

Das einzelne Seminar ist auf zwei Tage ausgelegt und umfasst 16 Stunden.

5.2.1. Themen:

Seminar 1: Physiologisch-medizinische Grundlagen des Diabetes
Seminar 2: Verhaltensmedizinische Grundlagen I
Seminar 3: Verhaltensmedizinische Grundlagen II
Seminar 4: Diabetes und Soziales, Diabetes und Gesundheitspolitik, Diabetesverbände, interdisziplinäre Teamarbeit, Qualitätssicherung, Pädagogik

Für Diplom-Psychologen, die entsprechend 2.3. zur Weiterbildung zugelassen werden: Seminar 5: Therapie des Diabetes mellitus und dessen Begleit-/und Folgeerkrankungen
Seminar 6: Praxisseminar (Vorstellung und Diskussion der Fallberichte)

5.2.2. Teilnahmemodalitäten:

Seminare werden von der Arbeitgemeinschaft "Psychologie und Verhaltensmedizin" in der DDG angeboten (u. a. im Vorfeld der jährlich stattfindenden DDG-Jahrestagung).

  1. Diplom-Psychologen, die entsprechend 2.1. oder 2.2. zur Weiterbildung zugelassen werden, müssen die erfolgreiche (siehe 5.2.3.) Teilnahme an 4 Seminaren nachweisen.
  2. Diplom-Psychologen, die entsprechend 2.3. zur Weiterbildung zugelassen werden, müssen die erfolgreiche (siehe 5.2.3.) Teilnahme an 6 Seminaren nachweisen.
5.2.3. Abschlussprüfung:

Direkt nach Abschluss des einzelnen Seminars erfolgt eine schriftliche Abschlussprüfung durch den Weiterbildungsberechtigten. Wahlweise kann die Prüfung aber auch im Anschluss an ein späteres Seminar abgelegt werden. Eine nicht bestandene Prüfung kann einmal wiederholt werden.

5.3. Falldokumentation

Der Antragsteller dokumentiert seine klinisch-psychologische Tätigkeit im diabetologischen Bereich durch drei differenzierte Kasuistiken (mindestens drei Sitzungen pro Fall). Die einzelne Falldokumentation hat einen Umfang von 3 bis 5 DIN A4-Seiten und wird innerhalb der Weiterbildung mit 4 Stunden angerechnet. Sie gliedert sich in Anamnese, Problemanalyse mit Diagnose, Festlegung von Therapiezielen, Behandlungsansatz sowie Behandlungsergebnis.

Diese Weiterbildungskriterien treten am 23.6.2003 in Kraft.
Prof. Dr. med. W. Kiess, Präsident der DDG


6. Inhalte der vier zweitägigen Seminare

Seminar 1: Physiologisch-medizinische Grundlagen des Diabetes

  1. Krankheitsbild, Pathogenese, Verlauf und Risikofaktoren beim
    • - Typ-1-Diabetes
    • - Typ-2-Diabetes (nicht-insulinpflichtig und insulinpflichtig)
    • - Typ-2-Diabetes und metabolisches Syndrom
    • - Gestationsdiabetes
    • - Pankreaserkrankungen
  2. Stoffwechsel
    • - Grundlagen des Zucker- und Fettstoffwechsels
    • - Stoffwechselparameter und deren Erfassung
  3. Epidemiologie
  4. Diagnostik
    • - Diabetes-Klassifikation nach WHO
    • - Früherkennung
    • - Diagnostikschlüssel nach ICD
  5. Therapie des Typ 1
    • - Therapieziele
    • - diätetische Behandlung
    • - medikamentöse Behandlung
    • - Insulinarten und ihre Wirkcharakteristika
    • - CIT, ICT, Pumpentherapie
  6. Therapie des Typ 2
    • - Therapieziele
    • - diätetische Behandlung
    • - medikamentöse Behandlung
    • - Insulinbehandlung beim Sekundärversagen
    • - Therapieziele beim Metabolischen Syndrom
  7. Akutkomplikation Hypoglykämie
    • - Klassifikation
    • - Differentialdiagnostik
    • - Epidemiologie
    • - physiologische Grundlagen, Gegenregulation
    • - Ursachen
    • - Symptomatik
    • - Prävention und Therapie (Notfallmaßnahmen)
    • - Risikofaktoren, Mortalität
    • - Hypoglykämie bei längerer Diabetesdauer
  8. Akutkomplikation Hyperglykämie
    • - Klassifikation und Diagnostik
    • - Epidemiologie
    • - physiologische Grundlagen
    • - Ursachen
    • - Symptomatik und Verlauf
    • - Prävention und Therapie (Korrekturmaßnahmen)
    • - Risikofaktoren, Mortalität
    • - Hyperglykämie und diabetische Folgekomplikationen
  9. Ätiologie, Epidemiologie, Symptomatik, Verlauf und Therapie bei
    • - Koronarerkrankungen
    • - Nephropathie
    • - Retinopathie
    • - Neuropathie
    • - diabetischer Fuß
    • - erektile Dysfunktion
  10. Diabetes im Zusammenspiel mit anderen chronischen Erkrankungen
    • - Metabolisches Syndrom
    • - Magen-Darm-Erkrankungen
    • - Asthma bronchiale
    • - Schilddrüsenerkrankungen
  11. Diabetes und Schwangerschaft
    • - Möglichkeiten des Empfängnisschutzes
    • - Schwangerschaft bei Diabetes
    • - Diabetes und Vererbung
    • - Diagnostik
    • - Bedeutung der Stoffwechseleinstellung für den Schwangerschaftsverlauf
    • - Diabetes und Geburt
  12. Ernährung
    • - Nährstoffe, Ballaststoffe, Wirkstoffe, Kalorien, BE/KH
    • - Ernährungsempfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE)

Seminar 2: Verhaltensmedizinische Grundlagen I

  1. Psychobiologische Zusammenhänge
    • - psychoautonome/-endokrine Wechselwirkungen
    • - Hypoglykämiewahrnehmung
    • - Kardiale Neuropathie
    • - Psychologische Faktoren des diabetischen Neuropathieschmerzes
    • - Erektile Dysfunktion
  2. Compliance-Modell vs. Selbstmanagement/Empowerment
    • - zugrundeliegendes Menschen- und Krankheitsbild
    • - Ergebnisse der Compliance-Forschung, kritische Bewertung
    • - psychologische Bedingungen schlechter Stoffwechseleinstellung
    • - Ansätze praktischer Umsetzung des Selbstmanagementansatzes
  3. Krankheitserleben diabetischer Patienten, Lebensqualität
  4. Krankheitsakzeptanz und Behandlungsmotivation
  5. Notwendigkeit der Schulung zur Selbsttherapie
  6. Psychosoziale Modelle der Diabetestherapie
  7. Entwicklungspsychologische Aspekte der Therapie bei
    • - Kindern
    • - Jugendlichen (Pubertät)
    • - älteren Menschen
  8. Maßnahmen
    • - zur Schaffung von Krankheitserleben
    • - zur Verbesserung von Krankheitsakzeptanz
    • - zur Erhöhung von Behandlungsmotivation
    • - zur Verbesserung von sozialer Unterstützung
  9. Diabetes und psychische Erkrankungen
    Diagnostik und Klinik von
    • - Essstörungen
    • - Angst- Zwangserkrankungen
    • - Affektiven Erkrankungen
    • - Alkoholismus

Seminar 3: Verhaltensmedizinische Grundlagen II

Verhaltensmedizinische Therapieansätze:

  1. Gewichtsreduktion für Typ 2
    • - ambulante Programme
    • - stationäre Programme
  2. Raucherentwöhnung
  3. Theorie und Praxis der Behandlung diabetesspezifischer Ängste
    • - Hypoglykämie-Angst
    • - Injektionsangst
    • - Angst vor Folgeerkrankungen
  4. Behandlung von Sexualstörungen
  5. Behandlung neuropathischer Schmerzen
  6. Stressbewältigung
  7. Entspannungsverfahren
  8. Training sozialer Kompetenz

Seminar 4: Diabetes und Soziales, Diabetes und Gesundheitspolitik, Diabetesverbände, interdisziplinäre Teamarbeit, Qualitätssicherung, Erwachsenenbildung

  1. Diabetes und Soziales
    • - Berufsfragen
    • - Schwerbehindertengesetz (GdB, Merkzeichen)
    • - Führerschein
    • - Rehabilitation/AHB
    • - Pflegeversicherung
    • - Rente
    • - Anfertigen von Gutachten und sozialmedizinischen Stellungnahmen
  2. Diabetes und Gesundheitspolitik
    • - aktuelle Gesetzeslage (Gesundheitsstrukturreform)
    • - Diabetikerversorgung: Schnittstellenproblematik zwischen Versorgungseinheiten
    • - Versorgungsziele: St. Vincent-Deklaration
    • - Diabetes und psychotherapeutische Versorgung
  3. Diabetesverbände
    • - Deutsche Diabetes Union (DDU)
    • - Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG)
    • - Deutscher Diabetiker Bund (DDB)
    • - European Association for the Study of Diabetes (EASD)
    • - International Diabetes Federation (IDF)
    • - American Diabetes Association (ADA)
  4. Qualitätsmanagement
    • - Strukturqualität
    • - Prozeßqualität
    • - Ergebnisqualität
    • - Qualitätszirkel
    • - Total quality management (TQM)
  5. Behandlungsstandards und Behandlungsdokumentation
    • - Richtlinien der DDG zur Behandlung von Typ-1 und Typ-2-Diabetikern
    • - Qualitätskontrolle
    • - Diabetes-Paß
  6. Interdisziplinäre Teamarbeit in einem Diabetes Zentrum
    • - Formen
    • - Kommunikationswege
  7. Moderatorentechnik (praktisches Training)
  8. Diabetesspezifische Messinstrumente
  9. Informationsquellen zum Diabetes
    • - Monographien
    • - Periodika
    • - Internet-Angebote
  10. Methodik und Didaktik in der Erwachsenenbildung
    • - Medieneinsatz
    • - Altersabhängiges Lernen
  11. Arbeitsrechtliche Grundlagen der Tätigkeit eines Psychologen in einem Diabetes-Zentrum

7. Inhalte der 2 zweitägigen Seminare für Diplom-Psychologen, die entsprechend 2.3. zur Weiterbildung zugelassen werden

Seminar 5: Therapie des Diabetes mellitus und dessen Begleit-/und Folgeerkrankungen

Vertiefung und praktische Übungen in Ergänzung zum Seminar 1:

Therapie des Typ 1 Diabetes
Therapieziele
diätetische Behandlung
medikamentöse Behandlung
Insulinarten und ihre Wirkcharakteristika
Blutglukosebestimmung, HbA1c
ICT, Pumpentherapie

Therapie des Typ 2 Diabetes
diätetische Behandlung und Gewichtsreduktion
orale Antidiabetika
Insulinbehandlung beim Sekundärversagen
Therapieziele beim Metabolischen Syndrom
Aktuelle Studien
Akutkomplikation Hypoglykämie
Symptomatik
Prävention und Therapie (Notfallmaßnahmen)
Risikofaktoren, Mortalität
Hypoglykämie bei längerer Diabetesdauer

Ätiologie, Epidemiologie, Symptomatik, Verlauf und Therapie von Folgeerkrankungen
Koronarerkrankungen
Nephropathie
Retinopathie
Neuropathie
diabetischer Fuß
erektile Dysfunktion

Diabetes im Zusammenspiel mit anderen chronischen Erkrankungen
Metabolisches Syndrom
Magen-Darm-Erkrankungen
Asthma bronchiale
Schilddrüsenerkrankungen
Rheuma


Seminar 6: Praxisseminar: Vorstellung und Diskussion der Fallberichte

Das Seminar 6 richtet sich an Kleingruppen, in denen konkrete Fälle vorgestellt und diskutiert werden, die sich in der Praxis der Teilnehmer ergeben haben.


Publiziert in: Diabetologie Informationen (2003) 25 (Heft 4): 130-133

Stand: Mitgliederversammlung vom 23.09.2005